Einsturzgefährdete Halle fordert Hattinger THW Kräfte

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Aufgrund der starken Niederschläge der vergangenen Tage sind die Dächer im bergischen Land mit schweren Schneemassen bedeckt. Aus diesem Grund waren seit Tagen die Kräfte der Feuerwehr und des THW Remscheid mit dem Beseitigen der Schneemassen beschäftigt. In den Abendstunden spitzte sich die Lage dramatisch, da nasser Neuschnee und Regen die Dachlast akut erhöhte. Somit wurde eine Vielzahl von THW Kräften angefordert um schneller der Lage Herr zu werden.

Die Einsatzstelle war eine Produktionshalle mit einem Flachdach von 10.000 m². Sie war mit einer Schneehöhe von ca. 60 cm bedeckt. Die Einsatzleitung des THW Remscheid ging bei der Räumung gemäß der Empfehlung des Wittener THW Baufachberaters vor. Das Dach wurde in Sektoren aufgeteilt die durch die Stahlträger der Halle vorgegeben waren. Jede Einheit erhielt Ihren eigenen Sektor, damit gleichzeitig begonnen werden konnte ohne die schon überschrittene Traglast weiter unnötig zu belasten, aber dennoch schnell Last von der Konstruktion abnehmen zu können. Das Dach wurde über die gesamte Einsatzdauer hinweg durch das THW eigene laser-/computergestützten ESS (Einsatz- Sicherungs- System) überwacht.

Neben den beiden Hattinger Bergungsgruppen, geführt von Heike Sackermann und Jens Daldrup, waren noch Einheiten des THW Witten, THW Wetter, THW Schwelm und Feuerwehr Remscheid zeitgleich mit bis zu 80 Helfern an dem Gebäude im Einsatz. In den frühen Morgenstunden wurden die Kräfte abgelöst durch Einheiten des THW Bochum, THW Wanne Eickel und THW Herne. Die Zusammenarbeit verlief ohne Problem, ein Produkt der häufigen Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten.

Einsatzbeginn war gegen 20:20 Uhr am 02.02.2010. Einsatzende war 6 Uhr am 03.02.2010 nach dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft. Doch vor einem erneuten Einsatz steht den 29 Einsatzkräften erst eine Ruhephase von 10 Stunden zu.

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