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Ungewöhnlicher Abstützeinsatz in Hattinger Hotel

 

Hattingen 3.12.11

Während des laufenden Bereitschaftsdienstes bei der Feuerwehr Hattingen, lief ein besorgter Anruf in der Zentrale ein. In einem Gebäude seien Bilder von der Wand gefallen, Risse mit lautem Knall entstanden und Tassen hätten sich im Schrank verschoben.

Sofort rückte der  gemischte Löschzug aus, von Vorteil war, das an diesem Tag auch die Hattinger Baufachberaterin Dipl.-Ing. Heike Sackermann im THW Team ihren Dienst leistete. Sie konnte den Einsatzleiter der Feuerwehr sofort tatkräftig unterstützen.

 

Die Einsatzlage erwies sich als sehr schwierig, da zwar Bodenbewegungen aufgetreten sind, diese aber nicht zu den Schilderungen passten. Außerdem kamen dann auch noch ein ehemaliger Stollen sowie ein Abwasserkanal ins Spiel. Jedenfalls übernahm das Ordnungsamt die Einsatzstelle und forderte nach eingehender Beratung durch den THW Fachberater Ingo Brune und der Baufachberaterin  noch einen weiteren Baufachberater hinzu. Alarmiert wurde hierfür Dipl.-Ing. Holger Hohage, der ebenfalls Baufachberater des THW ist, damit nach dem gewohnten Vier-Augen-Prinzip als Baufachberater-Team die Situation beurteilt werden konnte.

Gemeinsam wurde dann das gesamte Gebäude beurteilt und als angeschlagen eingestuft. Allerdings wurde kein dringender Handlungsbedarf dort festgestellt.

Jedoch musste der Keller des Nebengebäudes begangen werden, um in den Keller des zu bewertenden Hauses zu gelangen. Hierbei fielen dann im Keller des Hotels Risse auf, auch Schäden an mehreren tragenden Beton-Unterzügen wurden festgestellt. Nun war hier Handlungsbedarf, da z.B. ein Unterzug lediglich noch 50% seiner Tragkraft aufwies.

Als Sofortmaßnahme entschied man sich die Kräfte mit über 40 Baustützen abzufangen. Da das THW Hattingen nicht über ausreichend Stützen verfügte, lieferte das THW Witten die fehlenden.

Rissüberwachung mit CDM

Während die Hattinger THWler die Stützen verbauten, brachte das Baufachberater -Team Überwachungsmonitore an den Rissen an. Auch die Hattinger Kameraden sind im sogenannte Crack- Distance- Monitoring (CDM) ausgebildet. Diese Rissmonitore wurden dann bis Sonntagabend regelmäßig abgelesen. Am Montag übernahm dann das Hattinger Bauamt die Einsatzstelle.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die sehr effektive Zusammenarbeit.


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