Unterstützung des Ordnungsamtes der Stadt Hattingen im Rahmen der Gefahrenabwehr

 

Hattingen, 4.5.2012

Nach dem Bekanntwerden, dass im Ortsteil Blankenstein unter dem einzigen Spielplatz, ein ehemaliger Leitstellenbunker liegt, der wahrscheinlich nicht komplett verfüllt worden sei, musste die Ordnungsbehörde handeln und sperrt zunächst den gefährdeten Bereich ab.

 

Es wurden Zeitzeugen befragt und Fotos ausgewertet und anschließend der Eingang gesucht. Als dieser dann ermittelt war begannen die Freilegungsarbeiten. Angeblich war der Eingang trichterförmig durch einen damaligen Tagesbruch verfüllt worden. Jedoch war der Trichter breiter als erwartet, und die technischen Grenzen der städtischen Ausstattung erreicht. Da aber nun bereits großflächig geöffnet war, eine Bruchsteinmauer einzustürzen drohte und starke Regenfälle angekündigt waren, wurde das THW Hattingen hinzugezogen. Der Fachberater bekam den Auftrag und entschied sich gemäß der Anforderung eine bislang einzigartige Rettungsspinne des THW einzusetzen. Diese ist zurzeit in der Erprobungsphase beim THW. Einer von zwei Teststandorten ist der THW Ortsverband Remscheid. Die Kameraden erklärten sich sofort bereit den Einsatz zu unterstützen. Der Ortsverband Hattingen rückte gegen 19.00 Uhr zur Einsatzstelle vor. Leider war die Zufahrt durch diverse falsch abgestellte PKW erschwert. Aber die Fahrer selbst hatten wenig Verständnis warum Einsatzfahrzeuge zur Einsatzstelle vorfahren müssen, “dies solle man doch Tage vorher mit Schildern ankündigen“ war eine der witzigsten Aussagen.

Der Schreitbagger mit Rotationskopf, Teleskoparm und seiner enormen Beweglichkeit konnte noch tiefer vordringen, dennoch reichten auch hier die etwa vier Meter längere Reichweit nicht aus. Immer mehr Boden rutschte von oben nach, so dass nach etwa vier Stunden dies vorhaben aufgegeben wurde. Die Fundamente der Spielgeräte wurden sichtbar und drohten einzustürzen. Die Kameraden aus Remscheid konnten abrücken und die Hattinger Kräfte begannen mit der Sicherung der Bruchsteinmauer. Hierzu wurden zwei Rahmen aus Kantholz unter die Mauer eingepasst. Die zur Ablösung eingetroffenen Kameraden aus dem Ortsverband Witten, setzen einen weiteren Rahmen vor die Öffnung und verschlossen dann mit einer Bohlenschalung den Zugang. Der einsetzende Regen erschwerte die Sicherungsmaßnahmen, zudem konnte keiner der Anhänger der B1 ASH zur Einsatzstelle vordringen, nur das NEA mit Lichtmast. Die Anhänger mussten ca. einen km entfernt auf einem Parkplatz abgestellt werden. Der Material Transport wurde dann durch den MLW2 sichergestellt.

Die vermuteten Hohlräume konnten mit Hilfe des THW teilweise aufgefunden werden.

Wir danken allen Kameraden für die Unterstützung

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