Unterstützung Gefahrguteinsatz

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Hattingen

Am gestrigen Samstagvormittag entdeckte ein Passant gegen 10Uhr zwei gefüllte Fässer auf einem Parkplatz an der Denkmalstraße. Er alarmierte die Feuerwehr, da der Inhalt unbekannt war. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei sowie das THW Hattingen waren vor Ort. Das THW Hattingen leistete turnusmäßig auf der Hauptwache ihren Dienst.

 

Die Feuerwehr rückte zunächst mit dem Gefahrgutzug und das THW mit dem GKW1 und dem Zugtruppfahrzeug aus. Das THW sperrte sofort den Bereich ab der Wuppertaler Straße weiträumig ab, während die erste Erkundung der Feuerwehr ergab, dass es sich um zwei 20-Liter-Fässer mit geschlossenem Deckel handelte, Undichtigkeiten waren nicht erkennbar. Der Aufdruck ließ keine Rückschlüsse auf einen möglichen Inhalt zu.

Ein Trupp unter Vollschutz, entnahm vor Ort Proben aus den Fässern. Die ersten Schnelltest ergaben keine genauen Erkenntnisse. Daher verpackte ein weiterer Trupp, ebenfalls unter Schutzanzügen, die Fässer flüssigkeitsdicht. Zudem wurde außerhalb des potentiellen Gefahrenbereichs eine Dekon P (Dekontaminationsplatz zur Reinigung von Personen) errichtet. Nachdem die Einsatzkräfte vollständig dekontaminiert wurden, reinigten die Feuerwehrkräfte auch den Passanten, da dieser mit den Fässern in Kontakt gekommen war. Im Anschluss wurde er noch ärztlich untersucht und dann nach Hause entlassen.

Die verpackten Fässer sowie die eingesetzten Materialien transportierte ein städtisches Fahrzeug unter Begleitung der Polizei zum Betriebshof der Stadt zur Zwischenlagerung. Gegen 16 Uhr lagen die Laborergebnisse vor. Bei dem Inhalt handelte sich um organische Stoffe in einem sehr starken Verwesungsstadium. Da vom Stoff eine sehr starke Geruchsbelästigung ausgeht, wurde eine Entsorgung durch eine Fachfirma beauftragt.

Die Einsatzdauer betrug insgesamt 4,5 Stunden.

Text: THW Hattingen und auszugsweise Feuerwehr Hattingen.

Bilder: Feuerwehr Hattingen

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