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Hattinger THW-Kräfte wohlbehalten aus dem Hochwassereinsatz zurückgekehrt

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Vom 7-tägigen Dauereinsatz im Hochwassergebiet an der Elbe in Schönebeck sind unsere Helfer wohlbehalten zurückgekehrt. Ab Freitag, den 7. Juni bis Donnerstagabend war die 2. Bergungsgruppe mit unserem Notstromaggregat (50 kVA mit Lichtmast) im Einsatz gegen die Flutkatastrophe 2013.

 

Am frühen Morgen des 7. Junis, entsendete das THW Hattingen 12 Helferinnen und Helfer in die Stadt Schönebeck bei Magdeburg, um die dortigen Einsatzkräfte zu unterstützen. Der Konvoi wurde über Bielefeld zum Erstellen eines geschlossenen Verbandes mit weiteren Einheiten aus NRW nach Schönebeck geführt.


In Schönebeck (ca. 32.000 Einwohner), hier treffen die beiden Flüsse Saale und Elbe aufeinander, erfolgte die Unterbringung zunächst auf einer Wiese an einem Spielplatz unter freiem Himmel da keine Unterkunft verfügbar sei, erst nachdem THW Kräfte aus Hagen eine Grundschule mit Hausmeister fanden, war hier ein Quartier gefunden. Danke an den Hausmeister für die unbürokratische schnelle Hilfe.


Dort eingetroffen begann dann der Einsatz mit der Nachtschicht an einem drohenden Deichbruch. Die Aufgaben waren hier die Stromversorgung der Pumpen und der Beleuchtung, die Deichsicherung mittels Sandsackverbau und das Abpumpen von Wassermengen, den Deich, der die Wohnhäuser direkt bedrohte zu halten. Die Helfer kämpften durchgehend 16 Stunden bis der Wasserpegel fiel und endlich andere Gruppen als Ablösung zur Verfügung standen.





“Eben noch durch ein beschauliches Dorf gefahren mit echtem DDR Charme und eine Straße weiter das totale Katastrophenchaos mit donnernden Hubschraubern, hunderten Einsatzkräften und vielen betroffenen Bürgern“ diese Eindrücke herrschten vor so die Hattinger Gruppenführerin.


Nach einigen Stunden Schlaf ging es schon zu den nächsten Einsätzen. Dazu gehörten Deichsicherungen mittels Sandsackverbau und Stromerzeugung sowie Ausleuchten von Einsatzstellen und Deichen die zu brechen drohten. Teilweise geleitet durch einen Kradmelder (Lotsen) der örtlichen Feuerwehr, ging es zu den schon fast komplett abgeschnittenen Einsatzorten.

Zur gleichen Zeit ereignete sich in Hattingen auch ein Einsatz: „Explosion einer Gasleitung, Vollalarm“, die daheim gebliebenen Einsatzkräfte wurden sofort alarmiert, doch zum Glück war es nur ein Kurzschluß in einer Baugrube und ein Eingreifen durch das THW war nicht erforderlich.

Bei sinkendem Wasserstand rückten die Einsatzkräfte aus Hattingen mit den Kameraden des OV Soest in ein Industriegebiet aus, um dort ansässigen Firmen und Industrie zu helfen, indem Türen und Tore vom Hochwasserschutz befreit wurden, damit schnellst möglich wieder Normalität eintritt und die Produktion anlaufen kann.

Über die ganze Einsatzzeit wurden die Helfer bestens durch die vielen Anwohner versorgt. Warmes Essen, hunderte Butterbrote, Obst, Schokolade und Kuchen mit Dankesaufschriften wurden den Helfern gebracht. Ohne diese Unterstützung, hätten die Einsatzkräfte die ersten drei Tage keine Verpflegung erhalten und der Einsatz hätte eventuell beendet werden müssen.

Aber auch die daheim gebliebenen Hattinger halfen bei der Verpflegung der Helfer: Auf Facebook gewann das THW Hattingen die Ausschreibung von „Call A Pizza“ Magdeburg (Lieferung von gefüllten Pizzabrötchen und Getränken für 50 Personen). Im ersten Anlauf war die Lieferung aber nicht möglich, da aufgrund eines Deichbruches das Gebiet gesperrt war. Daraufhin entschieden die Hattinger Einsatzkräfte es andere Helfer zu geben, die der Lieferant gerade sieht. Am nächsten Tag kam dann auch eine neue Lieferung beim THW Hattingen und den anderen Einsatzkräften in dem Bereitstellungsraum an. VIELEN DANK dafür!

Am Donnerstagabend kamen unsere Helfer zusammen mit dem OV Schwelm aus dem Einsatzgebiet (fast) wohlbehalten zurück. Ein Hattinger Helfer verletzte sich leicht bei der Deichverteidigung vor einer Kindertagesstätte und wurde vor Ort im dortigen Krankenhaus ambulant versorgt.

Gemeinsam kämpften sie mit vielen THW-Einheiten, Feuerwehr, Bundeswehr und vielen Zivilisten in Schönebeck gegen die Fluten. Die dort gemachten Erfahrungen und Eindrücke, besonders die gemeinsame Arbeit aller werden sie nie vergessen.

Angekommen in Hattingen wurden die Helfer mit einem reichhaltigen Abendessen empfangen. Erschöpft aber glücklich helfen zu können und um viele Erfahrungen reicher beginnt nun wieder das Arbeitsleben.

Das THW Hattingen bedankt sich bei allen Mitstreitern und Unterstützern, besonders bei den Arbeitgebern die ihre Kräfte hierfür freigestellt haben, das ist leider nicht mehr selbstverständlich.

Wir danken unseren Mitgliedern für Ihren Einsatz, leider wurden keine weiteren Einheiten aus Hattingen angefordert.

Dabei waren Heike Sackermann, Jens Daldrup, Tobias Schawacht, Dominic Hirth, Kim-Lisa Frieler, Timo Batz, Till Altmeppen, Lars Bramkamp, Robert Koziarski, Marcel Schneider, Mathias Weber, Marco Wulf


http://www.derwesten.de/staedte/hattingen/flutopfer-bringen-kuchen-fuer-helfer-id8103828.html


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