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Unwetter im Ennepe-Ruhr-Kreis

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Gevelsberg 20.6.13

Als sich am frühen Nachmittag der Himmel verdunkelte, begann heftiges Gewitter mit sturzbachähnlichem Regen. Einige Zeit später schrillten auch schon die Alarmmeldeempfänger der Hattinger THWler.

Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung wurden zusätzliche Pumpen auf die ersten beiden Fahrzeuge gehievt, unser 50 kVA Stromaggregat angehangen und sofort nach Gevelsberg ausgerückt. Ein weiteres Fahrzeug wurde zur Unterstützung mit zusätzlichem Pumpenmaterial und Material zur erweiterten Stromversorgung bestückt und rückte etwa 15 Minuten später nach, so dass wir eine Gesamtpumpleistung von 18.000 Litern /Minute mitführten.

Zunächst sollten wir die Hauptwache der Feuerwehr anfahren, doch noch während der Anfahrt wurde uns schon die erste Einsatzstelle durchgegeben. Es ging zu einer Tiefgarage. Hier wurde zunächst die Tiefgarage stromlos geschaltet und dann zwei 1500L Tauchpumpen eingesetzt. Hier versanken keine Autos in den Wassermassen, da sich das Gebäude im Bau befand. Schnell war die Einsatzstelle abgearbeitet und noch während des Rückbaus wurde zum Folgeeinsatz alarmiert.

An einem Hang gelegene Wohnhäuser sind in den Wasser- und Schlammmassen versunken. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurden die Kellerräume mit zwei 800L Tauchpumpen, einer 400L Tauchpumpen und einer Schmutzwasserkreiselpumpe leergepumpt.

Mit Schaufeln wurde versucht den Schlammmassen im Gebäude und auf der Straße Herr zu werden. Hausrat wurde noch gemeinsam aus der Wohnung entfernt und ein Schacht mit einer 400L Tauchpumpe ausgepumpt. Das Glas im Keller brach durch die plötzlichen Wasserstürze. „So was habe ich noch nie erlebt“, sagten die Anwohner fassungslos. Die Straße musste gesperrt werden, da die Wassermassen die Straße aufgerissen hatte und große Löcher und aufrechtstehende Aspahltbrocken sie unbefahrbar machten.

Die direkt neben dem Gebäude befindliche ICE-Strecke der DB wurde teilweise verschlämmt und eine Unterspülung konnte nicht ausgeschlossen werden. Daher wurde der Notfallmanager der DB alarmiert. Es wurde Hand in Hand gearbeitet, durch die Wasser- und Schlammmassen waren alle Einsatzkräfte sowie die Anwohner von oben bis unten mit Schlamm bedeckt.

Die Anfahrten zu den Einsatzstellen forderte von den Kraftfahrern Geduld und Geschicklichkeit, da sich in Gevelsberg durch Unfälle und gesperrte Straßen ein Verkehrschaos entwickelt hatte.

Zum Ende hin ging es zurück zur Feuerwehr Hauptwache, um das weitere Vorgehen zu besprechen und lecker zu essen. Hier traf man neben den Feuerwehrkameraden auch die Kameraden des THW Schwelm. Dann wurde mit Voralarmbereitschaft für die kommende Nacht die eigene Wache in Hattingen angefahren. 27 Einsatzkräfte aus Hattingen beendeten gegen 23.30 Uhr den Dienst nach dem Herstellen der Einsatzbereitschaft.

 

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