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Lagergebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder

Hattingen, 2.4.14

Gegen 21:35 Uhr erreicht die Feuerwehr Hattingen die Meldung über einen Brand an der Hackstückstraße. Eine unter Denkmalschutz stehende Scheune aus dem Mittelalter stand im Vollbrand und konnte nicht mehr gerettet werden.

 

Der Schutz der umliegenden Gebäude war erfolgreich. Da das Gebäude starke Ausbeulungen aufwies entschied sich die Einsatzleitung zur Alarmierung des THW Fachberaters.

Foto Jens Herkströter

Die Einsatzkräfte des THW Hattingen hatten gerade die Dekontamination der restlichen Einsatzmittel aus dem Großeinsatz in Sprockhövel abgeschlossen, diese war seitens des Kreises vorgegeben, als die Alarmierung einging. Unverzüglich rückten Fachberater und Baufachberaterin zur Einsatzstelle ab.

Nach kurzer Einweisung und Begehung vor Ort, war klar, dass ein Erhalt der restlichen Bausubstanz durch Abstützmaßnahmen nicht möglich war. Die erhebliche Einsturzgefahr sollte durch Niederlegen der Resttrümmer beseitigt werden. Die mehrgeschossige Bauweise erschwerte die Situation.

Nach eingehender Beratung entschied man sich zum Einsatz eines Räumgerätes für die Seitenwände und das Umlegen des noch einseitig stehenden Dachgiebels mittels der Giebelbruchmethode durch die bereits nachgeforderte erste Bergungsgruppe aus Hattingen. Nach der Alarmierung der Fachgruppe Räumen des OV Schwelm, begannen die Vorbereitungen zum Niederlegen der Giebelspitze. Diese drohte auf einen seitlichen Garagenanbau zu stürzen in dem sich noch ein Wohnmobil befand, welches man noch retten wollte. Hierfür wurde die Drehleiter der Hauptwache so nah wie möglich außerhalb des seitlichen Trümmerschattens des Gebäudes in Stellung gebracht. Mit ihrer Hilfe konnten Einsatzkräfte eine Rundschlinge mit angeschlagenem Windenseil über die Giebelspitze von oben auflegen. Die Giebelwand war mit dem Räumgerät nicht zu erreichen. Kurz nach der Positionierung der DLK versagte die Resttragfähigkeit der kompletten seitlichen Gebäudewand und stürzte ein. Durch die bereits getroffenen Absperrmaßnahmen bestand keine Gefahr für die Einsatzkräfte und Einsatzmittel.

Nach dem Niederziehen der Giebelspitze wurden erst noch glimmende Holzstapel durch das Räumgerät verteilt, bevor dieses dann die Garage öffnete und das Wohnmobil geborgen werden konnte. Dann wurden die restlichen verbliebenen Gebäudeteile kontrolliert eingerissen.

Die Arbeiten endeten gegen 4.00 Uhr am frühen Morgen. Die Zusammenarbeit verlief mit allen Beteiligten wie gewohnt professionell und zielführend.

Weiter Infos:

http://www.derwesten.de/staedte/hattingen/grossbrand-auf-hof-waskoenig-in-hattingen-id9198424.html

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/69779/2704187/fw-en-scheune-in-vollbrand-grosseinsatz-fuer-die-hattinger-feuerwehr-bildmaterial-vorhanden


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