24 Stunden Einsatzbereitschaft fordert die THW Jugend Hattingen

Hattingen,18. bis 20.5.13

Um 9:00 Uhr ertönt der erste Gong, das heißt antreten für die 26 anwesenden Jugendlichen. In zweier Reihen erwarten sie die ersten Tagesbefehle von Lars Bramkamp, ihr Ortsjugendleiter und der heutiger Zugführer für sie.

Er wird unterstützt von seinem Stellvertreter und heutigen Gruppenführer Fgr. Infrastruktur Till Altmeppen. Jugendleiter Kevin Brune fungiert für den Dienst als Gruppenführer der Bergung. Damit auch alles ist wie bei den „Großen“, sind auch Truppführer unter den Jugendlichen benannt.

Die Erwachsen stellen heute nur die Fahrer, den Küchentrupp und einen Trupp der Unfalldarsteller. Außerdem geben Sie Hilfestellung beim hantieren mit schweren Geräten und achten auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.

Der Dienst beginnt mit der Überprüfung der Fahrzeuge und deren Einsatzgeräte, zur Kontrolle der Einsatzbereitschaft. Ein anderer Teil der Junghelfer richtet die KFZ Halle schon mal mit Betten ein und stellt Tischgarnituren auf. Nach dem Frühstück wurde mit der geplanten Ausbildung begonnen. Diese wurde aber schon kurz nach Beginn vom Einsatzgong unterbrochen. „Unterstützung der Feuerwehr, Ölspur in Niederwenigern“ schalte es durch die Räume. Sofort hechteten alle Beteiligten zu den Fahrzeugen und los ging es im geschlossenen Verband Richtung Ruhr. Als die Kolonne die Wache der DLRG Hattingen Süd erreichte, wurde sie auf einen winkenden Passanten aufmerksam, und hielt zur Klärung an. Hier wurde dringend Hilfe benötigt, ein Lagerfeuer war kurz davor außer Kontrolle zu geraten. Durch die Aufregung hat eine Person einen Herzstillstand erlitten und lag in unmittelbarer Nähe zum Feuer. Nach kurzer Erkundung entschied man sich zum Aufbau einer Wasserentnahme aus der Ruhr mittels Kreiselpumpe und gleichzeitiger Rettung der Person. Zum Abschluss konnte die Person bei einer laufenden Reanimation an den Rettungsdienst übergeben werden. Der Kleinbrand wurde erfolgreich gelöscht.

 Nach einem hervorragendem Mittagessen wartete bereits die nächste Herausforderung auf unsere Junghelfer. Auf der Ruhr wurde ein gekentertes Partyfloss gemeldet, und das THW zur Suche von Vermissten angefordert. Als Suchgebiet wurde der Ruhrabschnitt unterhalb der neuen Ruhrbrücke bis ca. 300 Meter unterhalb der Eisenbahnbrücke zugeteilt. Ab dort war die DLRG ebenfalls im Sucheinsatz, so musste auch die Zusammenarbeit koordiniert werden. Dies war besonders für den Zugtrupp eine Erfahrung. Zur Suche konnte nur ein Boot des THW eingesetzt werden, so dass hier die DLRG helfen musste. Fußtruppen auf beiden Uferseiten vervollständigten die Suchmanschaften. Hier konnten dann zum guten Glück 2 Personen geortet und gemeinsam gerettet werden.

 Im Anschluss wurde nun das gemeinsame Grillen mit den Eltern der Junghelfer vorbereitet. Beim gemeinsamen Essen wurden freudestrahlend die ersten gewonnen Eindrücke berichtet.

Doch das gemütliche Beisammensein wurde jäh unterbrochen „Verpuffung auf dem Gelände des Industriemuseums der Henrichshütte, mehrere Verletzte„ ertönte es aus den Lautsprechern. Aufgeschreckt vom Einsatzgong starteten die Junghelfer zum nächsten Einsatzszenarium.

Dank einer verlängerten Anfahrt, hatten die zuvor informierten Eltern die Möglichkeit die Übung als Beobachter zu begleiten. Und Dank der Museumsleitung konnte ein eindrucksvoller Übungsraum genutzt werden. Ausgelöst durch einen selbstgebastelten Feuerwerkskörper wurden drei Personen verletzt. Eine alte Lok hatte sich gelöst und ein Jugendlicher war unter diese geraten, seine Freundin stürzte beim Versuch wegzurennen und geriet mit einem Bein unter einen Steinbrocken. Die Schwester des Jugendlichen beobachtet die Sprengung von einer Lok aus, sie wurde durch die Wucht der Explosion in eine hintere Waggonmulde geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Nach dem Eintreffen der jungen Einsatzkräfte führten diese eine Erkundung durch, dabei wurden der verletze Verursacher unter der Lok sowie sein Freundin schnell aufgefunden. Die dritte Verletzte wurde erst nach weiterer Suche gefunden.          

Die Rettungsarbeiten unter der Lok gestalteten sich aufgrund der Enge schwierig. Mittels Bergeschleppe konnte dieser aber befreit und weiter betreut werden. Um seine Freundin zu befreien, entschieden sich die Junghelfer zum Einsatz der „Büffelwinden“ (10 t Hydraulik-Heber). Somit konnte der Fels vorsichtig und gleichmäßig angehoben werden. Die Rettung der dritten Person wurde mit Schleifkorb und Leitern durchgeführt. Die Eltern waren begeistert von der Leistung ihrer Kinder und ließen sich noch vieles erklären.

 Als die Einsatzbereitschaft auf dem Gelände des THW wieder hergestellt war, konnten sich alle noch etwas ausruhen bis dann um 23:00 Uhr das Licht zum Schlafen ausging.

Die Nachtruhe wurde aber dann durch den Einsatzgong unterbrochen. „ Einsatz, drohender Deichbruch“ lautete diesmal die Meldung. Wer nun darauf nicht vorbereitet war musste sich beeilen seinen Platz auf dem Einsatzfahrzeug zu besetzen. Einsatzgebiet war diesmal ein Teich im Sünsbruch, dieser droht wegen des hohen Wasserdrucks aufzubrechen. Um dies zu verhindern wurden nach dem Aufbau der Beleuchtung, zwei Tauchpumpen ins Wasser gelassen. Diese sollten ausreichend Wasser aus dem Teich pumpen, um den Druck von dessen Stauwall zu nehmen. Auch den letzten Einsatz konnten die bereits müden jungen Retter erfolgreich zu Ende bringen.

Der Morgen brachte dann den ersten Fehleinsatz, glücklicherweise konnten auf dem Rückweg die Brötchen geholt werden und das Frühstück war beim Eintreffen bereits fertig. Aber aus einem gemütlichen Frühstück wurde dann nichts. Denn die Darsteller hatten in Holthausen einen Verkehrsunfall eingerichtet, die Einsatzmeldung erreichte die Junghelfer beim ersten Schluck Kakao.

3 Personen verunglückt im Kleintransporter, lautete die Meldung, doch vor Ort wurden dann 4 Betroffenen von den Jugendlichen versorgt. Damit endete dann der erste 24 Stunden Dienst an der neuen THW Wache.

Aber das Pfingstlager war ja noch nicht beendet, denn nun wurden erst mal die Einsatzfahrzeuge gereinigt. Das dies nicht trocken für die Helfer ablief, wird jeder verstehen bei dem tollen Wetter. Nach dieser Wasserschlacht fuhren alle zur Kirmes in Blankenstein, dort wurden dann die Kameraden vom Löschzug Blankenstein besucht. Da wir seit 20 Jahren eigentlich immer zu Pfingsten in einem Zeltlager sind, waren wir nie an ihrem Bierstand. Durch die Feierlichkeiten für die neue Wache musste das traditionelle Pfingstzeltlager diesmal ausfallen und wir nutzen die Gelegenheit.

Bis zum Abend konnten sich dann alle Beteiligten frei erholen, denn schon bald durften wir die DLRG als unsere Gäste begrüßen, zur gemeinsamen Spiele-Olympiade und leckerem Grillen. Es wurden 3 Jugendmannschaften gebildet (2 THW / 1 DLRG) sowie 2 Betreuer Mannschaften. Gestartet wurde in der Disziplin „LKW ziehen“, hierbei wurde ein 10 Tonnen LKW über 10 Meter gezogen und das möglichst schnell.

Die zweite Disziplin war das „Schlauchkegeln“, dabei mussten mit einem Schlauch durch Ausrollen möglichst viele Wasserflaschen umgeworfen werden. Die nächste Herausforderung war der „Kistenlauf“. Nur auf Kisten stehend mussten von jedem Team ein Hindernis-Parcours absolviert werden. Darauf folgte das Spiel „Wassertransport“, eine Flasche Wasser musste, ohne Händen oder Arme zu nutzen, ebenfalls über eine Hindernisstrecke befördert werden, aber beide Teammitglieder mussten immer Kontakt zur Flasche haben.

Alle Teams haben sich voll ins Zeug gelegt und somit wurden folgende Endergebnisse erzielt, bei den Jugendlichen siegt die DLRG Jugend und bei den Betreuern konnte das THW Team sich knapp durchsetzen. Ein schöner Abend ging so zu Ende.

Am Montag startet am letzten Tag der Ausflug zum MOVIE PARK nach Bottrop. Geschafft vom vergangenem Wochenende wurden die Spuren in der Unterkunft beseitigt und zufrieden der Heimweg angetreten.

Wenn auch Du mal so etwas erleben möchtest, dann schau unter „mitmachen“ nach!

 

 

 

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