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4 Ortsverbände üben Zusammenarbeit

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In den frühen Abendstunden des Samstags explodierte das Ausflugsschiff Kemnade im Hafenbereich des Kemnader-Stausees. Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk erhielt die Einsatzaufträge:  Uferbereich der Hafenbucht Heveney ausleuchten, eine Suche nach verletzten Personen durchführen und Befehlskonstruktionen aus dem Einsatzgerüstsystem (EGS) erstellen sowie eine Wasserentnahmestelle einrichten.

Für die Bewältigung dieser Übungsaufgabe wurden der Technische Zug Wanne-Eickel mit den Fachgruppen Elektroversorgung und Beleuchtung, der Technische Zug Hattingen mit der Fachgruppe Infrastruktur, die 2. Bergungsgruppe und die Fachgruppe Beleuchtung des Ortsverbandes Hagen sowie der Technische Zug Witten mit der Fachgruppe Beleuchtung eingesetzt.

Der Zugtrupp des Ortsverbandes Witten richtete einen Bereitstellungsraum auf einem nahegelegenen Parkplatz ein und wies nach Eintreffen der Einheiten die jeweiligen Einsatzabschnitte zu. Anschließend bildete der Wittener Zugtrupp mit dem Zugtrupp aus Wanne-Eickel eine gemeinschaftliche Einsatzleitung und der Zugtrupp des Ortsverbandes Hattingen übernahm den südlichen Einsatzabschnitt.

 

Für die Beleuchtung wurden die drei Fachgruppen Beleuchtung eingesetzt und von den Beleuchtungsgeräten der Bergungsgruppen unterstützt. Insbesondere wurden die Lichtmastanhänger mit 7000W Leichtleistung und verschiedenen Powermoons (1000W, 2000W und 4000W) eingesetzt, die die Einsatzstelle blendfrei ausleuchteten. Die Fachgruppe Elektroversorgung und die 2. Bergungsgruppen unterstützten mit ihren Stromerzeugern. Insgesamt wurden Stromerzeuger mit einer Gesamtleistung von 452 kVA und Beleuchtungsmittel mit knapp 100.000 Watt eingesetzt.

Insbesondere die Bergungsgruppen kamen bei der Suche nach verletzten Personen zum Einsatz. Im Uferbereich auf der Landzunge zwischen der Ruhr und dem Hafenbereich wurden 5 verletzte Personen gefunden, eine Verletztenablage eingerichtet und die Verletzten sanitätstechnisch betreut.

Anschließend wurden die Verletzten an einen Rettungstransportkraftwagen (RTW) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben. Die Verletzten wurden durch realistische Unfalldarsteller (RUD)  des DRK im Vorfeld geschminkt, sodass die Verletzungen sehr realistisch wirkten.

Die 1. Bergungsgruppen erstellten mittels Einsatzgerüstsystem einen Kabelübergang und einen Behelfsbootsanleger. Die Fachgruppe Elektroversorgung übernahm die Versorgung verschiedener Beleuchtungsmittel direkt und speiste nach einem simulierten Stromausfall eines der 50 kVA Stromerzeugers in sein Stromnetz ein. Die Fachgruppe Infrastruktur übernahm die Einsatzaufgaben Errichten einer Wasserentnahmestelle im südlichen Einsatzabschnitt. In diesem Bereich sind keine Hydranten aus dem örtlichen Wassernetz vorhanden.

Insgesamt waren 78 Helfer in einer Stärke von 4 / 22 / 52 = 78 der 4 Ortsverbände eingesetzt. Die Zusammenarbeit der 4 Ortsverbände verlief zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. Der Dienst endete gegen 3 Uhr mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Ein besonderer Dank geht an das DRK Witten, welches die Übung mit den RUD´lern und dem RTW unterstütze und an das Freizeitzentrum Kemnade GmbH, das uns das Übungsgelände zur Verfügung stellte.

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